Im Inneren der Kathedrale
Arena México: Im Inneren der Kathedrale der Lucha Libre
Ein genauerer Blick auf die berühmteste Arena des Sports – ihre Geschichte, ihr Viertel, wie ein Kampfabend darin aussieht und wie sie im Vergleich zur Arena Coliseo abschneidet.
Lucha-Libre-Termine auf GetYourGuide ansehen ↗Eine eigens für das Wrestling erbaute Kathedrale seit 1956
Die Arena México wurde 1956 im Stadtteil Colonia Doctores im Zentrum von Mexiko-Stadt eröffnet und ist seit ihrem Bau das Flaggschiff-Austragungsort des Sports – je nach Bestuhlung wird die Kapazität üblicherweise auf 16.000 bis 17.000 Plätze beziffert. Fans und Kommentatoren nennen sie die „Catedral de la Lucha Libre“ – die Kathedrale des Lucha Libre – ein Spitzname, der sowohl ihre physische Größe als auch ihren Status als symbolträchtigstes Gebäude des Sports widerspiegelt, ähnlich wie ein Nationalstadion weit mehr Gewicht trägt als nur seine reine Sitzplatzkapazität.
Heimat von CMLL
Die Arena México ist die Heimspielstätte von CMLL, der Promotion, die in unserem Geschichtsführer beschrieben wird, und bietet das ganze Jahr über einen regelmäßigen Kampfabend-Plan – nicht nur gelegentliche Sonderveranstaltungen auf einem begrenzten Kalender. Diese Regelmäßigkeit ist ein Teil dessen, was sie wie eine echte Sportinstitution wirken lässt, statt wie ein einmaliges Touristenspektakel, das nur für Besucher inszeniert wird – Einheimische besuchen sie als ganz normalen Abendausflug, so wie man ein reguläres Saisonspiel im Heimstadion verfolgt, und die Kampfkarten wechseln Woche für Woche, parallel zu den laufenden Storylines und Rivalitäten der Promotion.
Colonia Doctores – das Viertel rund um die Arena
Die Arena liegt im Colonia Doctores, einem alteingesessenen, überwiegend von Arbeitern geprägten Viertel, nur wenige Minuten vom historischen Zentrum von Mexiko-Stadt entfernt. Es ist kein glanzvoller Touristendistrikt, und wie in vielen Innenstadtvierteln von Mexiko-Stadt ist es ratsam, wachsam zu bleiben und sich nach Einbruch der Dunkelheit in der Gruppe zu bewegen, statt allein durch unbekannte Straßen zu streifen – besonders wenn eine Show bis spät in die Nacht dauert. Die meisten Besucher erleben die Gegend nur auf dem direkten Weg zwischen Verkehrsmittel und Arenaeingang, was beim ersten Besuch in der Regel die vernünftige und reibungslose Art ist, sie zu erkunden.
So sieht es drinnen an einem Kampfabend aus
Erleben Sie einen Ring, der im Zentrum einer Arena aus gestaffelten Sitzreihen erstrahlt, während Händler die Gänge durchgehend die ganze Nacht mit Masken, Speisen und Getränken versorgen – nicht nur vor Showbeginn. Die Sitzplätze sind nach Preis gestaffelt, wobei die Ränge direkt am Ring naturgemäß die begehrteste und teuerste Kategorie darstellen. Der Saal füllt sich allmählich, während die Vorkämpfe laufen, bevor die Atmosphäre für das Hauptereignis am späteren Abend ihren Höhepunkt erreicht. Die Einzüge sind eine eigene Show – Musik, Licht und die wachsende Reaktion der Menge setzen ein, bevor ein Wrestler überhaupt den Ring betritt.
Arena Coliseo — der ältere Bruder auf der anderen Seite der Stadt
Die Arena Coliseo, ebenfalls von CMLL betrieben und näher am historischen Zentrum gelegen als ihr berühmteres Pendant, wurde tatsächlich bereits 1943 eröffnet und ist damit älter als die Arena México. Sie ist kleiner und intimer als die Arena México, was viele Fans als Vorteil empfinden, um hautnah am Geschehen zu sein – und keineswegs als Abstieg. Zudem nimmt sie einen bedeutenden Platz in der Geschichte des Sports ein, denn hier wurde in den prägenden Jahrzehnten die moderne Form der Lucha Libre mitgeformt. Die Samstags-Veranstaltungen finden in der Regel hier statt und nicht in der Arena México.
An- und Abreise mit der Metro und dem Metrobús
Beide Arenas liegen direkt am öffentlichen Nahverkehrsnetz von Mexiko-Stadt: Die Arena México ist nur fünf Gehminuten von der U-Bahn-Station Cuauhtémoc an der Linie 1 entfernt, und Balderas – bedient von den U-Bahn-Linien 1 und 3 sowie dem Metrobús – liegt nur wenig weiter. Beide bieten Anschluss an den Großteil der übrigen Stadt. Eine Einzelfahrt kostet nur ein paar Pesos, was die U-Bahn bei weitem zur günstigsten Option macht, um früh anzureisen und pünktlich zum Vorprogramm da zu sein. Die Rückfahrt nach spätem Veranstaltungsende ist eine andere Rechnung: Taxis und Ride-Sharing-Apps warten vor der Arena, während die Menge sich verläuft, und das ist in der Regel die einfachere Wahl, sobald die Show vorbei ist, als sich spätnachts zum ersten Mal durch ein unbekanntes U-Bahn-System zu navigieren.
Noch unentschlossen, welcher Abend – oder ob Standard oder All-Inclusive?
Hinterlassen Sie Ihre E-Mail-Adresse und ungefähr Ihren Reisezeitraum – wir schicken Ihnen eine kurze Übersicht, welche Abende in welcher Arena stattfinden, was die All-Inclusive-Variante zusätzlich bietet und wie weit im Voraus die gefragteren Abende ausgebucht sind.