Gesichter, die den Sport geprägt haben
Legendäre Luchadores: El Santo, Blue Demon & mehr
Eine kurze Geschichte der maskierten Ikonen, die Lucha Libre zu einer nationalen Institution machten – von El Santos silberner Maske bis zu den Wrestlern, die den Stil ins Ausland trugen.
Lucha-Libre-Termine auf GetYourGuide ansehen ↗El Santo — die silberne Maske, die zur nationalen Ikone wurde
Rodolfo Guzmán Huerta rang jahrzehntelang unter der silbernen Maske des „El Santo“ (des Heiligen) und wurde zur bekanntesten Figur, die dieser Sport je hervorgebracht hat. Abseits des Rings spielte er in Dutzenden mexikanischen Filmen die Rolle seiner selbst als maskierter Verbrechensbekämpfer, was seinen Ruhm weit über Wrestling-Fans hinaus in die mexikanische Popkultur insgesamt trug. Er trug die Maske so konsequent – bei öffentlichen Auftritten wie auf der Leinwand –, dass er 1984 in ihr beigesetzt wurde: ein Detail, über das damals breit berichtet wurde und das bis heute als Beleg dafür zitiert wird, wie vollständig Figur und Mensch in einem Leben verschmolzen waren.
Blauer Dämon — der Rivale, der zu einer Legende für sich selbst wurde
Alejandro Muñoz kämpfte als „Blue Demon“ – ein maskierter Rivale und zeitweise Tag-Team-Partner von El Santo in derselben goldenen Ära des mexikanischen Wrestlings und Wrestling-Kinos. Die beiden werden meist in einem Atemzug genannt, und ihre sich überschneidenden Film- und Ringkarrieren haben so viel wie kaum etwas anderes dazu beigetragen, das maskierte Helden-Archetyp als Herzstück der Lucha-Libre-Identität für Generationen von Fans zu festigen. Blue Demons Maske und Name wurden zudem von einem späteren Luchador weitergetragen, der als seine Fortsetzung auftritt – ganz im Sinne der breiteren Tradition des Sports, Charaktere über die Jahre hinweg weiterzureichen.
Mil Máscaras — der Mann, der Lucha Libre in die Welt hinaustrug
Aarón Rodríguez kämpfte als „Mil Máscaras“ (tausend Masken) und gilt weithin als einer der Wrestler, die maßgeblich dafür verantwortlich waren, den mexikanischen Hochflug-Stil einem Publikum außerhalb Mexikos vorzustellen – mit ausgedehnten Auftritten in den USA und Japan ab den späten 1960er-Jahren, zu einer Zeit, als dieser akrobatische Stil dort noch weitgehend unbekannt war. Sein Ruf gründet sich gezielt darauf, luftige Moves in Arenen zu bringen, in denen lange Zeit langsames Power-Wrestling dominierte – und damit die Tür für den internationalen Einfluss zu öffnen, den Lucha Libre bis heute in Wrestling-Promotions weltweit trägt.
Rey Mysterio und der Export des hochfliegenden Stils
Óscar Gutiérrez, ausgebildet in der Lucha-Libre-Szene von Tijuana und als „Rey Mysterio" kämpfend (ein Name und eine Maske, die mit einem Onkel verbunden sind, der vor ihm gerungen hat), wurde ab den 1990er-Jahren zu einem der größten globalen Stars, die aus den amerikanischen Wrestling-Promotions WCW und später WWE hervorgingen. Sein Erfolg zeigte einem breiten amerikanischen Publikum denselben hochfliegenden, maskengetriebenen Stil, der weiter oben in diesem Reiseführer beschrieben wird, und er gilt allgemein als die klarste Brücke zwischen der Lucha-Libre-Tradition und dem Wrestling, das die meisten englischsprachigen Besucher bereits aus dem Fernsehen kennen.
CMLL — eine Promotion, die älter ist als fast jede andere der Welt
Die Organisation, die heute die meisten Shows in den historischen Arenen von Mexiko-Stadt veranstaltet, geht auf das Jahr 1933 zurück, als Salvador Lutteroth sie als Empresa Mexicana de Lucha Libre (EMLL) gründete; 1991 wurde sie in Consejo Mundial de Lucha Libre (CMLL) umbenannt und ist seitdem ununterbrochen unter dem einen oder anderen Namen tätig. Damit ist sie eine der ältesten durchgehend aktiven Wrestling-Promotionen der Welt – und sie ist die Promotion hinter den regulären Kampfabenden in der Arena México und der Arena Coliseo, den beiden Veranstaltungsorten, die die meisten Besucher von Mexiko-Stadt tatsächlich kennenlernen.
Lebendige Geschichte, kein Museumsstück
Das ist keine bloße historische Anekdote – es prägt, was Sie heute Abend bei einem modernen Kampf tatsächlich sehen werden. Söhne und Nachfolger legendärer Luchadores treten noch immer unter geerbten Masken und Namen an, Kommentatoren und Publikumsgesänge nehmen regelmäßig Bezug auf die oben beschriebenen Ikonen, und das tecnico-gegen-rudo-Schema mit hohen Flugeinlagen, das diese Figuren vor Jahrzehnten etabliert haben, ist bis heute exakt das, was sich bei jedem Fight Night im Ring abspielt. Wer die Namen im Vorfeld kennt, dem erschließen sich die Anspielungen, statt an einem unerfahrenen Erstbesucher spurlos vorbeizuziehen – und aus Hintergrundgeräusch wird eine Geschichte, der man direkt am Ring folgen kann.
Noch unentschlossen, welcher Abend – oder ob Standard oder All-Inclusive?
Hinterlassen Sie Ihre E-Mail-Adresse und ungefähr Ihren Reisezeitraum – wir schicken Ihnen eine kurze Übersicht, welche Abende in welcher Arena stattfinden, was die All-Inclusive-Variante zusätzlich bietet und wie weit im Voraus die gefragteren Abende ausgebucht sind.